10 Jahre Institut

Jetzt ist es also so weit, der große Moment ist gekommen. Genau jetzt, also am 30.Oktober um 19:30 Uhr, vor 10 Jahren ist die allererste Gruppe zu einer Expedition aufgebrochen. Die Frage war klar formuliert: "Hast DU Angst im Dunkeln?"

Wir haben niemals damit gerechnet, das ich heute hier sitzten würde um diese Zeilen zu schreiben, aber ihr wolltet es so.
Wir waren alle schrecklich nervös, waren uns nicht sicher, ob euch unser Event überhaupt gefällt.

Aber ihr habt uns ein klares Feedback gegeben - Mehr davon!
Das haben wir sehr gerne getan und in den letzten 10 Jahren durften wir auf insgesamt 7 Nachtevents, einigen Tagesevents und in unserem brandneuen Live-Adventure-Game mehr als 5000 (!) Cacher und Gäste begrüssen.
Uns bleibt nur eins, DANKE zu sagen, Danke dafür, das ihr bei Wind und Wetter zu uns gekommen seit, Danke für eure Kritik und Lobeslogs, Danke für Cacher, die teilweise viele Hundert Kilometer anreisen, wir wissen von Gästen aus der Schweiz, Österreich, Berlin, Norddeutschland und Frankreich inkl. Paris!

Wir haben jede Minute mit Euch genossen!
Eure Laternen, Besen, Leuchtobjekte, der Blick über die Felder wo wie an einer Perlenkette Gruppen mit Lichtern liefen, für mich und alle Teammitglieder unvergessen. Der Abend im Nebel, ich habe auf euch an der Einweisung gewartet und plötzlich kommen bunte Laternen aus dem Nebel, ich bekomme sogar jetzt noch eine Gänsehaut.

Unvergessen ist auch unser Freund Günter, der heute leider nicht mit uns feiern kann, er hat leider viel zu früh seine Raum-Zeitspalte in den Himmel durchschreiten müssen, in der Fotosammlung die Vogelscheuche. #fuckcancer

Eigentlich wollten wir heute ein ganz besonderes Event machen, eine Nachtwanderung eben durch das legendäre Forschungsgebiet in und um Rust, aber ganz ohne Kostüme und Deko. Einfach mit euch spazieren gehen und aus dem Nähkästchen plaudern, es gibt an jeder Wegkreuzung eine Story, die eigentlich nie jemand erfahren sollte...
Eigentlich, aber dank COVID19 stehen wir jetzt zu viert (aus zwei Haushalten natürlich!) an der Zuckerbrücke und trinken ein Glas Sekt und werden gleich ein paar Schritte laufen und uns erinnern. Hoffentlich können wir diese besondere Nacht irgendwann mit euch nachholen, es wäre uns ein Ehre!

Auch unser Adventure-Game ruht seit einem Jahr und vor Juni 2021 nehmen wir im Moment keine Reservierungen an. Wir hoffen so sehr, euch bald wiederzusehen, denn auch uns als Kleinunternehmen geht so langsam das Geld aus, wir bekommen keine Förderungen, haben ja ein Einkommen als Arbeitnehmer welches die laufenden Kosten des Unternehmens aber nur schwer decken kann.
Kosten ist ein gutes Thema, oft werde ich gefragt, warum wir diese Events nicht mehr machen.

Gerne möchte ich euch jetzt noch einmal genau erkläre woran es liegt:
Leider ist es uns nur erlaubt, über Groundspeak Events mit einem kleinen Unkostenbeitrag (bis 5,-€) zu organisieren.
Wir, oder besser ich, habe aber lernen müssen, das dieser Betrag vorne und hinten nicht reicht.
Eine Veranstaltung mit teilweise an die 40 Helfern und Darstellern, Köchen und Grillstationen verschlingt weit mehr Geld, der Aufwand kommt einem Megaevent nahe.
Ein Veranstaltung mit teilweise über 300 Teilnehmern die über drei Stunden einen 10km-Parcour durch die Felder laufen bedarf behördlicher Genehmigungen, Versicherungen, polizeiliche Anmeldung, sanitätsdienstliche Betreuung und nicht zu letzt jede Menge Kostüme und Dekorationen. So habe ich jedes Jahr einen Betrag nahe 1500€ privat dazugesteuert.
Ehrlicherweise müsste man gute 20,- bis 25,-€ pro Person verlangen um die Kosten zu decken, in dem Moment wurde uns aber von einigen Revievern Gewinnabsicht unterstellt und unsere Events abgelehnt. Auch ist es nicht erlaubt, als Unternehmen Events anzumelden, aber nur mit der Sicherheit eines Unternehmens ist das Risiko zu bewältigen und die behördlichen Genehmigungen zu erlangen.

So war also das Ende der Nachtevents gekommen, aber wir hatten eine Ersatzidee: Die Expedition60, unser Live-Adventure-Game in Zelten. Heute spielen wir im dritten Jahr und sind mittlerweile mit über 60qm, bis zu 6 Räumen und drei Darstellern deutschlands größtes mobiles Live-Adventure-Game dieser Art.

Mir bleibt jetzt nur noch Danke zu sagen für eure Treue, ein ganz großes Dankeschön an mein Team, nicht ein Helfer hat jemals einen Euro für seine Hilfe verlangt um diese Projekte zu realisieren. Jedes Teammitglies hat teiweise zig Stunden und Wochen mit der Entwicklung von Ideen und deren Umsetzung verbracht. Immer ohne Gehalt, DANKE ! Danke an meinen Chef für die völlig problemlose Leihgabe von Sprintern und Material.

Hoffentlich sehen wir uns bald wieder, ich kann es kaum noch erwarten, euch endlich wieder zu einem Zeitsprung ins Ungewisse während unserer Expedition60 abzuholen.

Ich kann mich aber nicht verabschieden, ohne einen besonderen Gruß zu unseren Freunden in die Schweiz zu senden. Wir haben uns jedes Jahr auf eure tollen Laternen und leuchtenden Besen gefreut, die extra für uns eingeübten Lieder nicht zu vergessen. Es war immer ein heimlicher Höhepunkt für jeden von uns wenn eure Gruppe um die Ecke kam.

Herzlichst Euer

Prof. Dr. Mike Splisher
Leiter des geotemporalen Istituts

P.S.:
Hat jemand meine ehemalige Assistentin Frau Dr. Maria Nachkeschowa gesehen? Sie fehlt doch etwas an meiner Seite...

 

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